Individualität, eine Krankheit, die dem Wahnsinn Türe und Tore öffnet.

Es gibt viele unter uns, die sich nicht mehr dazugehörig fühlen, die so verletzt sind, das sie lieber in Einsamkeit und in scheinbar erstrebenswertem Individualismus verfallen, als sich mit anderen verlässlich verbinden zu wollen. Ich bin so frei, Kälte durchzieht mein Bewusstsein, wenn ich morgens alleine wach werde um meine tägliche Selbsthypnose zu betreiben. Alleine im Kosmos treiben. Egozentrik, Wahnsinn im Glitterkostüm. Mit Yoga und Walken und Meditation meinen Körper, meinen Geist, meine Seele dahin manipulieren, das alles in Ordnung ist. Arbeiten gehen, bis zur Erschöpfung, nachts ins Kiddy, Kick abholen, Drogen nehmen, Alkohol, ausruhen, Arbeiten gehen, Selbsthypnose, ich bin toll, ich schaff das alles alleine. Alle Jahre wieder Klinikaufenthalt, Mutter Kind Kur, Psychopharmaka, Trennung, Krise. Wir werden langsam Profis darin, unsere versteckte Verletztheit als erstrebenswerten Normalzustand zu betrachten. Wir sind viele, für uns ist Trauer der Normalzustand, wir sind mit unseren Rechnern verheiratet, wir zerfleischen unsere Gefühle philosophisch, um sie nicht mehr spüren zu müssen, wir glauben Ambivalenz ist eine Tugend, wir geben unserem Intellekt die Allmacht über unsere noch verbleibenden Tage. Wir stehen der Allgemeinheit, den Menschen und der Mutter Natur nicht mehr zur Verfügung, denn unsere Trauer über das verlorene Paradies fliesst täglich als getrockenete Tränen aus unserem Energiekörper heraus. Guli, nichts nährt sich davon, denn wir sind Teil dieses Stammes, der Stamm der verlorenen Seelen.

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20.+21.12.2019 Wintersonnenwende. Schattencouncil und Schwitzhütte. Anmeldung unter info@helgebartels.de

Nestwerk

Bild von Grae Dickason auf Pixabay