Mich wundert wirklich, das dieses Video so wenig Interesse erzeugt. Ich bin so froh und auch beruhigt, das wir nicht stehen bleiben, das wir uns nicht ausruhen, da wo es gerade mal aushaltbar ist, aber noch lange nicht ideal. Ich spreche von der Beziehung zwischen den Geschlechtern, von Gleichberechtigung. Wir leben in einem Land, in dem sich Frauen und Männer ziemlich frei bewegen können. Die Zuwanderung von hilfebedürftigen Nordafrikanern hat daran nicht wesentlich etwas verändert. Wie wäre es, Eingliederung nicht nur darauf zu beschränken, Neuankömmlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren, sondern Ethik und Gleichberechtigung ganz oben auf die Agenda zu setzen? Ich bin viel gereist und diese Selbstverständlichkeit, mit der wir in Deutschland frei reden und uns bewegen können, herrscht in vielen Ländern nicht. Leider verändert sich das in Ballungsgebieten, es ist nötig, es zu beschützen. Denken wir zum Beispiel an die Freikörperkultur an deutschen Ostseebädern. Ich kenne kein Land, wo das so ist. Der Trend ist, sich wieder anzuziehen. Diese freien Räume müssen geschützt werden, zum Beispiel dadurch, das wir sie wieder vermehrt nutzen. Mach dich nackig.
Island verbietet ungleiche Löhne von Frauen und Männern. Ein Aufschrei ging durch die Medien, ein Aufatmen, ja, endlich hat es ein ganzes Land auf seine Agenda geschrieben. Ich empfinde es als ein totales Armutszeugnis, das dieses Gesetz nicht auch in Deutschland durchgesetzt wird.
Die Emanzipation ist an einem Punkt angelangt, an dem die Geschlechter sich gemeinsam daran erinnern sollten, das Gleichberechtigung nur gemeinsam erzielt werden kann. Wer hat denn was davon, das wir ungleich behandelt und entlohnt werden?
Wie war denn das mit Hitler und den Frauen? Wer beschneidet junge Mädchen? Wer setzt sich für Blutrache ein, wer fordert Vergeltung?
Ich hatte in einer Veranstaltung eine ältere Frau sitzen, der ich im Council meinen Dank dafür ausgesprochen habe, das sie und ihre Freundinnen, den Kampf für die Frauenrechte geführt haben. Junge Frauen profitieren aus den daraus resultierenden Ergebnissen. Ich habe mich als Mann bei ihr bedankt. „Dein Kampf ist vorbei, ich stehe dir zur Verfügung, das wir gemeinsam die nächsten Schritte der Emanzipation begehen.“ Vielen Dank an alle Frauen, die den Mut haben, sich zu wehren. Wie wäre es, wenn sich Kriegerinnen und Krieger aufhören zu bekriegen, um gemeinsam an der Befreiung unserer Gesellschaft mitzuwirken. Nicht gegen, sondern miteinander. Dazu gehört für mich, das wir uns unserer Qualitäten bewusst sind und uns nicht weiter verstecken müssen, mit dem, wie wir wirklich sind. Ich bin Kraft und Schöpfer, ich brauche, das du an meiner Seite stehst, das du mich unterstützt, das du mich so liebst, wie ich bin, das du mich nicht als Bedrohung empfindest, das du nachsichtig mit mir bist, das du mich liebevoll daran erinnerst, wenn ich übers Ziel hinaus geballert hab. Andersartigkeit ist keine Bedrohung, sondern ein vielfältiger Schatz, der uns bereichert. Ich glaube das wir uns wieder mehr gegenseitig loben sollten und die Angst davor überwinden, Fehler zu begehen und uns gegenseitig zu kritisieren. Lass uns streiten was das Zeug hält, es geht hier um was, dafür lohnt es sich, sich einzusetzen. Aho