Zum Glück bin ich in guter Gesellschaft.

Mein kleiner Sohn erinnert mich oft an das Wesentliche. Ich erzähle ihm manchmal, was ich am nächsten Tag mit ihm machen will und er sagt nur „aber nicht jetzt“ Es interessiert ihn nicht die Bohne, was morgen ist. Es interessiert ihn, wenn ich mit meinen Gedanken, mit meinem Herz und mit meiner Aufmerksamkeit voll da bin, im Jetzt und nicht im Morgen. Wenn ich viel Nachrichten lese, wird mein Herz immer schwer. Ich bin jetzt schon ein alter Knacker, ein paar Jahre hab ich noch, doch meine Kinder und mein Enkel sind noch so frisch in der Welt und haben noch viel vor sich. Was werde ich wohl antworten, wenn sie mich fragen, was ich dagegen unternommen habe, das Geisteskranke diese Welt regieren? Alle Kriegsparteien in dieser Welt werden mit Waffen beliefert. Der Rubel rollt. Politiker, Bänker und Wirtschaftsbosse sind die besten Kumpels. Der deutschen Wirtschaft ging es noch nie so gut, wie heute. Wenn mich mein Sohn in der Zukunft fragt, ob ich das wusste, soll ich ihn anlügen? Wenn ich an die zerfetzten Kinderleiber denke, während ich ihn im Arm habe, fühle ich mich Ohnmächtig. Ich soll doch einen guten Job machen, mein Kind zu einer aufrichtigen und starken Persönlichkeit erziehen. Ich frage mich, wie ich ihn beschützen kann und gegen wen. Die Menschen, die uns das einbrocken, überall in der Welt, kontrollieren Militär und Polizei, sie scheffeln Geld und lassen hungern, sie morden, ohne mit der Wimper zu zucken und trotzdem sind sie Menschen wie du und ich, die Kinder haben, die sie über alles lieben. Ich bin verwirrt, ich bin wütend, ich bin traurig und ich bin glücklich, immerhin in guter Gesellschaft zu sein. Aho